EPS-Tragflächenkerne, Drohnen-Tragflächen, Nurflügler und aerodynamische Bauteile – mit 4-Achs-CNC-Heißdraht schneiden, fräsen oder mit dem Messer bearbeiten.
Tragflächenkerne und aerodynamische Bauteile unterscheiden sich deutlich von einfachen 2D-Konturen. An der Flügelwurzel ist das Profil größer und dicker, an der Flügelspitze kleiner. Zusätzlich können Pfeilung, Verschränkung und unterschiedliche Wurzel- und Spitzenprofile hinzukommen.
Genau dafür eignet sich das 4-Achs-Heißdrahtschneiden. Die linke und rechte Seite des Schneiddrahts werden unabhängig voneinander bewegt. Dadurch können Wurzelprofil und Spitzenprofil gleichzeitig abgefahren und in einem Schnitt zu einem vollständigen Tragflächenkern verbunden werden.
Verarbeitet werden EPS und EPP. Je nach Bauteilgröße, Stückzahl und Geometrie reicht die Lösung von einer kompakten Heißdrahtmaschine bis zur großen CUT3000S mit automatischem Drahtspanner. Bauteile, die sich nicht mit dem Draht herstellen lassen, können ergänzend gefräst oder mit dem Messer geschnitten werden.
Beide Materialien lassen sich mit Heißdraht schneiden, werden aber für unterschiedliche Anforderungen eingesetzt.
EPS ist leicht, gut verfügbar und präzise mit Heißdraht zu bearbeiten. Typisch sind EPS-Tragflächenkerne für Drohnen, UAVs, Segler und andere aerodynamische Anwendungen.
Der geschnittene EPS-Tragflächenkern bildet dabei die aerodynamische Grundform. Anschließend kann der Kern je nach Aufbau mit Balsaholz beplankt oder mit GFK bzw. CFK verstärkt und laminiert werden.
EPP ist elastisch und schlagfest und eignet sich besonders für robuste Tragflächen und stark beanspruchte Drohnen- oder Modellflugbauteile.
EPP ist in weiß und schwarz erhältlich. Das Raumgewicht liegt je nach Materialtyp bei etwa 20 bis 60 kg/m³. Im Modellbau werden häufig etwa 20 kg/m³ eingesetzt. Platten sind bis etwa 1800 × 1200 × 150 mm erhältlich.
Für das Heißdrahtschneiden empfehlen wir weißes EPP. Schwarzes EPP enthält Graphit und weist dadurch ungünstigere Schneideigenschaften auf.
EPP-Tragflächen werden häufig zusätzlich mit Gewebeklebeband verstärkt. Für höhere Biege- und Torsionssteifigkeit können außerdem CFK- oder GFK-Holme in die Tragfläche integriert werden.
Auch EPP kann mit CNC-Heißdraht präzise zu konischen, gepfeilten oder verschränkten Tragflächen und Tragflächenkernen geschnitten werden.
Es gibt Tragflächen mit einer durchgehend gleichen Kontur. In diesem Fall fahren beide Seiten des Schneiddrahts dieselbe Geometrie – es entsteht ein paralleler Schnitt.
Daneben gibt es Tragflächen mit unterschiedlicher linker und rechter Kontur. Dafür werden vier CNC-Achsen benötigt: Jede Seite der Maschine fährt ihr eigenes Profil. So können beispielsweise unterschiedliche Wurzel- und Spitzenprofile in einem Schnitt miteinander verbunden werden.
Zusätzlich können Tragflächen konisch und verschränkt ausgeführt sein. Dabei ändern sich Profilgröße, Winkel und Verlauf über die Spannweite. Genau hier spielt der 4-Achs-Schnitt seine Stärke aus.
Warum ist die Drahtlänge wichtig?
Je länger der Draht zwischen den beiden Schneideeinheiten ist, desto stärker begrenzt
er den möglichen Winkel zwischen linker und rechter Kontur. Bei stark verschränkten
Tragflächen kann ein zu langer Draht deshalb die Geometrie einschränken.
Eine einstellbare bzw. variable Drahtlänge ermöglicht es, den Draht
an die jeweilige Tragflächengeometrie anzupassen und dadurch größere Verschränkungen
zu schneiden.
Unsere Maschinen sind softwareoffen und arbeiten mit standardisiertem G-Code. Sie sind damit nicht an ein geschlossenes System gebunden, sondern können die CAM- und CAD-Programme einsetzen, mit denen Sie bereits arbeiten.
Die Maschinensteuerung verarbeitet G-Code. Dadurch können Sie unterschiedliche CAM-Programme und CAD-Software frei kombinieren – von der Profil- und Tragflächenauslegung bis zur Erzeugung der Schneidbahnen.
Unsere eigene styroCAM Draht Software steht ebenfalls zur Verfügung, ist aber keine Voraussetzung. Sie behalten die Wahl Ihrer Software und Ihres gewohnten Workflows.
Tragflächenprofile lassen sich als Profildaten importieren und einem Wurzel- und Spitzenprofil zuordnen. Für den 4-Achs-Schnitt werden beide Seiten synchronisiert, sodass konische und verschränkte Tragflächen in einem durchgehenden Schnitt entstehen.
So lassen sich sowohl einzelne Prototypen als auch wiederkehrende Bauteile reproduzierbar fertigen.
Entscheidend sind Bauteilgröße, Spannweite, Verschränkung und die Frage, ob ausschließlich mit Heißdraht oder zusätzlich mit Fräser und Messer gearbeitet werden soll.
Für kleinere und mittlere Tragflächenkerne sowie präzise Drohnen- und UAV-Bauteile aus EPS- und EPP-Platten ist die CUT1610SV besonders geeignet.
Durch den variablen Maschinentisch und die einstellbare Drahtlänge eignet sich die CUT1610SV besonders für verschränkte Schnitte, da die Drahtlänge passend zur Geometrie eingestellt werden kann.
CUT1610SV ansehenFür größere Tragflächen, lange Bauteile und industrielle Anwendungen ist die CUT3000S-Serie die passende Lösung. Vier unabhängig gesteuerte CNC-Achsen ermöglichen konische und verschränkte Tragflächen über große Arbeitsbereiche.
Optional kann die CUT3000S mit einem automatischen Drahtspanner ausgestattet werden. Der Schneiddraht wird sensorgesteuert auf- und abgewickelt und automatisch auf Spannung gehalten. Dadurch sind auch bei großen Bauteilen und langen Drahtlängen starke Verschränkungen möglich. 45° Verschränkung sind kein Problem.
CUT3000S-Serie ansehenDie W2-Serie ergänzt die Heißdrahtbearbeitung bei Bauteilen und Materialien, die nicht mit dem Draht hergestellt werden.
Mit dem oszillierenden Messer lassen sich zum Beispiel leichte Plattenwerkstoffe wie Balsaholz präzise schneiden. Mit der Frässpindel können festere Materialien wie CFK, GFK oder Sperrholz bearbeitet werden.
Auch Formenbau ist möglich. Aus Materialien wie XPS können Modelle, Urformen, Negativformen oder andere dreidimensionale Bauteile gefräst werden.
Beide Verfahren lassen sich außerdem kombinieren: Zunächst werden zum Beispiel Aussparungen, Taschen oder andere Bereiche gefräst, anschließend wird die Außenkontur mit dem Messer geschnitten – in einem Arbeitsgang und ohne das Bauteil auf eine andere Maschine umzusetzen.
W2-Serie ansehenHeißdraht, Fräse und Messer ergänzen sich je nach Geometrie und Material.
Parallele, konische, gepfeilte und verschränkte Tragflächenkerne lassen sich mit CNC-Heißdraht direkt aus EPS- oder EPP-Platten schneiden.
Bei 4-Achs-Schnitten können unterschiedliche Profile an Wurzel und Spitze in einem durchgehenden Schnitt miteinander verbunden werden.
Rümpfe, Rumpfsegmente und aerodynamische Schaumkerne können je nach Geometrie aus EPS oder EPP gefertigt werden.
Einfache Konturen lassen sich mit Heißdraht schneiden. Komplexere 3D-Geometrien können auf der W2-Serie gefräst werden.
Auch Motor-, Sensor- oder Fahrwerksverkleidungen sowie andere aerodynamische Bauteile können mit Heißdraht oder Fräse gefertigt werden.
Das Bearbeitungsverfahren richtet sich nach Material, Bauteilform und gewünschter Oberflächengeometrie.
Spanten, Rippen, Verstärkungen und weitere Strukturteile können auf der W2-Serie aus geeigneten Plattenmaterialien gefertigt werden.
Balsaholz kann mit dem oszillierenden Messer geschnitten werden. Sperrholz, CFK und GFK werden mit der Frässpindel bearbeitet.
Für Entwicklung, Prototypenbau und Formenbau können mit der W2-Serie auch dreidimensionale Geometrien aus Materialien wie XPS gefräst werden.
Möglich sind unter anderem Modelle, Urformen, Negativformen und weitere Bauteile für die Entwicklung und Herstellung von Drohnen- und UAV-Komponenten.
Ja. Mit vier unabhängig gesteuerten Achsen können Wurzelprofil und Spitzenprofil gleichzeitig abgefahren werden. Dadurch entsteht der komplette aerodynamische Tragflächenkern in einem Schnitt.
Ja. Beide Materialien können mit Heißdraht bearbeitet werden. EPS wird für leichte und präzise Bauteile eingesetzt, EPP für elastische und schlagfeste Anwendungen.
Für große Bauteile und industrielle Anwendungen ist die CUT3000S-Serie vorgesehen. Für starke Verschränkungen kann sie mit einem automatischen Drahtspanner ausgestattet werden.
Der Draht wird sensorgesteuert auf- und abgewickelt und während des Schnitts automatisch auf Spannung gehalten. Dadurch können auch große Tragflächen mit starken Winkelunterschieden geschnitten werden.
Ja. Mit dem automatischen Drahtspanner der CUT3000S sind auch Verschränkungen von 45° problemlos möglich.
Wenn Bauteile nicht mit dem Draht hergestellt werden können oder zusätzliche Fräs- und Messerschneidbearbeitungen benötigt werden. Beide Verfahren können auf der W2-Serie auch in einem Arbeitsgang kombiniert werden.
Der EPS-Tragflächenkern bildet die aerodynamische Grundform. Je nach Aufbau kann er anschließend mit Balsaholz beplankt oder mit GFK bzw. CFK verstärkt und laminiert werden.
Beim parallelen Schnitt fahren beide Seiten dieselbe Kontur. Beim 4-Achs-Schnitt fährt jede Seite ihr eigenes Profil, zum Beispiel Wurzel- und Spitzenprofil einer Tragfläche.
Ein zu langer Draht begrenzt den möglichen Winkel zwischen linker und rechter Kontur. Eine einstellbare Drahtlänge ermöglicht deshalb größere Verschränkungen.
Ja. EPP lässt sich mit CNC-Heißdraht schneiden und eignet sich besonders für robuste und elastische Tragflächen.
Schwarzes EPP enthält Graphit und weist dadurch ungünstigere Schneideigenschaften auf. Für Heißdraht empfehlen wir deshalb weißes EPP.
Ja. Balsaholz kann mit dem oszillierenden Messer geschnitten werden. CFK, GFK und Sperrholz werden mit der Frässpindel bearbeitet.
Ja. Auf der W2-Serie können beide Verfahren in einem Arbeitsgang kombiniert werden: zuerst fräsen, anschließend die Außenkontur mit dem Messer schneiden.
Ja. Mit der W2-Serie können Modelle, Urformen, Negativformen und andere dreidimensionale Geometrien aus XPS gefräst werden.
Ja. Die Maschinen eignen sich sowohl für einzelne Prototypen als auch für wiederkehrende Bauteile und Serien. Die passende Maschinengröße richtet sich vor allem nach Bauteilabmessungen und gewünschter Produktion.
Unsere Maschinen sind softwareoffen und arbeiten mit G-Code. Dadurch können Sie Ihre bevorzugten CAM- und CAD-Programme einsetzen. Unsere eigene styroCAM Draht Software steht ebenfalls zur Verfügung, ist aber nicht zwingend erforderlich.
Besuchen Sie uns in Ilmenau und testen Sie Ihre Anwendung direkt auf unseren Maschinen.
Bringen Sie auf Wunsch Ihr eigenes Material, ein Profil oder Ihre CAD-Daten mit. Gemeinsam prüfen wir, welche Bearbeitung und welche Maschinengröße für Ihre Tragflächen und Drohnenbauteile sinnvoll sind.
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