Viele Anwender bemerken Wellen auf der Schnittfläche und suchen die Ursache bei der Maschine oder dem Material. In den meisten Fällen liegt die Ursache woanders: der Draht bleibt kurz am Material hängen, löst sich ruckartig und beginnt zu schwingen. Diese Schwingung überträgt sich als Welle auf die Schnittfläche. Das Gute: die Ursache ist bekannt und die Lösung ist meist einfach.
XPS und Styrodur reagieren deutlich empfindlicher auf instabile Drahtbedingungen als normales EPS-Styropor. Das Material hat eine gleichmäßigere Struktur als EPS – das macht Oberflächenfehler sofort sichtbar. Schon kleinste Schwingungen des Drahts hinterlassen sichtbare Spuren. Wer XPS schneidet muss deshalb besonders auf kurze Drahtlängen, niedrige Schnittgeschwindigkeit und richtige Drahtspannung achten.
Die effektivste Lösung gegen Wellenbildung ist eine kürzere Drahtlänge. Ein kurzer Draht schwingt erheblich weniger als ein langer – selbst wenn der Draht kurz am Material hängt, fällt die Schwingung kaum ins Gewicht. Wer regelmäßig XPS schneidet sollte die kleinstmögliche Drahtlänge für sein Werkstückformat wählen.
Eine zu hohe Schnittgeschwindigkeit ist häufig mitverantwortlich für Wellenbildung. Bei zu hoher Geschwindigkeit bleibt der Draht kurz am Material hängen – genug um eine Schwingung auszulösen. Bei XPS und Styrodur empfehlen wir ca. 350–400 mm/min. Bei EPS ca. 450–500 mm/min. Bei Problemen die Geschwindigkeit schrittweise reduzieren bis die Wellen verschwinden.
Eine zu geringe Drahtspannung erlaubt dem Draht seitliches Ausweichen – Wellen entstehen. Die Drahtspannung wird über Spiralfedern eingestellt. Für 2-Achs-Parallelschnitte empfehlen wir harte Federn – sie halten den Draht straff und verhindern seitliches Ausweichen. Für 4-Achs-Schnitte kommen weiche Federn zum Einsatz die eine Drahtlängenänderung von bis zu 150 mm erlauben. Die Feder muss zur Anwendung passen.
Manchmal liegt die Ursache im Material selbst. EPS-Blöcke können innen feucht sein oder unterschiedliche Dichten haben – besonders wenn sie frisch hergestellt wurden oder falsch gelagert wurden. Der Draht trifft dann auf lokalen Mehrwiderstand, hängt kurz und schwingt. Wenn alle anderen Ursachen ausgeschlossen sind: Material auf Feuchtigkeit und Homogenität prüfen. Frische oder feuchte Blöcke vor dem Schneiden ausreichend trocknen lassen.
Wellen entstehen wenn der Draht kurz am Material hängt und sich dann schwingt. Die häufigsten Ursachen: zu lange Drahtlänge, zu hohe Schnittgeschwindigkeit, falsche Drahtspannung oder inhomogenes Material.
XPS und Styrodur reagieren deutlich empfindlicher auf Drahtschwingungen als EPS. Die gleichmäßige Materialstruktur macht selbst kleine Schwingungen sofort als Wellen sichtbar. Lösung: kürzere Drahtlänge und niedrigere Schnittgeschwindigkeit von ca. 350–400 mm/min.
Je kürzer der Draht, desto weniger schwingt er. Wählen Sie immer die kleinstmögliche Drahtlänge für Ihr Werkstückformat. Kurze Drähte produzieren sauberere Oberflächen als lange – besonders bei XPS und Styrodur.
Ja. Feuchte oder inhomogene EPS-Blöcke haben lokal unterschiedlichen Schnittwiderstand. Der Draht trifft auf wechselnden Widerstand, hängt kurz und schwingt. Frische oder feuchte Blöcke vor dem Schneiden ausreichend trocknen lassen.
Wellen auf der Schnittfläche müssen nicht sein. Wir helfen bei der Ursachenanalyse und der richtigen Einstellung – aus eigener Produktionserfahrung.
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