Schnittgeschwindigkeit: langsamer als bei EPS

Der wichtigste Unterschied zu EPS: XPS muss langsamer geschnitten werden. Während EPS mit ca. 450–500 mm/min geschnitten werden kann, empfehlen wir für XPS ca. 350–400 mm/min. XPS leitet die Wärme schlechter ab als EPS – der Draht braucht mehr Zeit um das Material sauber wegzuschmelzen. Bei zu hoher Geschwindigkeit berührt der Draht das Material kurz, hängt und schwingt – Wellen entstehen.

Maschine schneidet XPS-Platte, Draht und saubere Schnittkante sichtbar

Kürzere Drahtlänge – besonders wichtig bei XPS


Bei XPS ist die Drahtlänge noch wichtiger als bei EPS. Die gleichmäßige Materialstruktur von XPS macht selbst kleine Drahtschwingungen sofort als Wellen sichtbar. Ein kurzer Draht schwingt erheblich weniger als ein langer – und produziert damit deutlich sauberere Oberflächen. Wer regelmäßig XPS schneidet sollte immer die kleinstmögliche Drahtlänge für sein Werkstückformat wählen.

Schnittspalt von 2 mm – bei XPS besonders wichtig

Der optimale Schnittspalt von ca. 2 mm ist bei XPS noch wichtiger als bei EPS. Ist der Spalt zu klein berührt der Draht das Material – Wellen und Riefen entstehen. Ist er zu groß wird die Oberfläche rau durch thermische Beschädigung. Einen kurzen Probeschnitt machen, Spalt beobachten und Temperatur anpassen bis ca. 2 mm erreicht sind.

Wellen auf XPS-Oberflächen vermeiden

Wellen auf XPS-Oberflächen sind das häufigste Problem beim Schneiden dieses Materials. Der Draht läuft zunächst sauber, bleibt dann kurz hängen und schwingt leicht – sichtbare Wellen entstehen. Zwei Maßnahmen helfen fast immer: erstens die Drahtlänge so kurz wie möglich wählen, zweitens die Schnittgeschwindigkeit auf ca. 350–400 mm/min reduzieren. In hartnäckigen Fällen zusätzlich die Drahtspannung prüfen.

Nahaufnahme Wellenbildung auf XPS-Oberfläche

XPS vs. EPS – die wichtigsten Unterschiede beim Schneiden

  • Schnittgeschwindigkeit: XPS ca. 350–400 mm/min, EPS ca. 450–500 mm/min
  • Drahtlänge: bei XPS kürzer wählen als bei EPS gleicher Blockgröße
  • Wärmeableitung: XPS leitet Wärme schlechter ab – mehr Zeit zum Schmelzen nötig
  • Oberflächenempfindlichkeit: XPS zeigt Fehler sofort – EPS verzeiht mehr
  • Probeschnitt: bei XPS immer vor der Produktion machen

Unsere Empfehlung für XPS und Styrodur

Für saubere XPS-Schnitte: immer die kürzestmögliche Drahtlänge wählen, Schnittgeschwindigkeit auf ca. 350–400 mm/min reduzieren, Schnittspalt auf ca. 2 mm einstellen und vor der Produktion einen kurzen Probeschnitt machen. Diese vier Maßnahmen zusammen ergeben fast immer saubere, wellenfreie Oberflächen.

Häufige Fragen


Wie schneidet man Styrodur mit dem Heißdraht?

Styrodur und XPS langsamer schneiden als EPS – Richtwert ca. 350–400 mm/min. Kürzeste mögliche Drahtlänge wählen, Schnittspalt auf ca. 2 mm einstellen und vor der Produktion einen Probeschnitt machen.

Warum entstehen Wellen beim XPS-Schneiden?

Wellen entstehen wenn der Draht kurz am Material hängt und dann schwingt. Bei XPS passiert das schneller als bei EPS weil das Material gleichmäßiger ist und Fehler sofort sichtbar werden. Lösung: kürzere Drahtlänge und langsamere Geschwindigkeit.

Welche Schnittgeschwindigkeit ist für XPS richtig?

Für XPS und Styrodur empfehlen wir ca. 350–400 mm/min – deutlich langsamer als EPS mit 450–500 mm/min. XPS leitet Wärme schlechter ab und braucht mehr Zeit für einen sauberen Schnitt.

Kann ich XPS mit denselben Einstellungen wie EPS schneiden?

Nein. XPS braucht langsamere Geschwindigkeit, kürzere Drahtlänge und genauere Temperatureinstellung als EPS. Wer XPS mit EPS-Einstellungen schneidet bekommt fast immer schlechte Oberflächen.

XPS sauber schneiden


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