Richtwerte für EPS und Styropor

  • Schnittgeschwindigkeit: ca. 450–500 mm/min
  • Optimaler Schnittspalt: ca. 2 mm
  • Drahtlänge: so kurz wie möglich für das Werkstückformat
  • Temperatur: praktisch am Material einstellen – kein fester Wert
  • Bei höherem Raumgewicht: Geschwindigkeit reduzieren oder Temperatur erhöhen
  • Frische Blöcke: mindestens 48 Stunden trocknen lassen vor dem Schneiden

So wird die Einstellung praktisch vorgenommen

Die Einstellung läuft immer gleich ab: Zuerst die Schnittgeschwindigkeit auf ca. 450–500 mm/min einstellen. Dann einen kurzen Probeschnitt machen und den Schnittspalt beobachten. Ist der Spalt kleiner als 2 mm, Temperatur erhöhen. Ist er größer als 2 mm, Temperatur reduzieren. Wiederholen bis der Schnittspalt konstant ca. 2 mm beträgt. Dieser Vorgang dauert nur wenige Minuten und verhindert Ausschuss in der Produktion.

Probeschnitt wird durchgeführt – Einstellvorgang EPS-Schneiden

Raumgewicht beeinflusst die Einstellung


EPS gibt es in verschiedenen Raumgewichten – typisch 15 bis 30 kg/m³. Je höher das Raumgewicht, desto mehr Wärme braucht der Draht um das Material sauber wegzuschmelzen. Bei schwerem EPS entweder die Schnittgeschwindigkeit reduzieren oder die Temperatur erhöhen bis der optimale Schnittspalt von 2 mm erreicht ist. Die Richtwerte gelten als Ausgangspunkt – immer praktisch am echten Material einstellen.

EPS vs. XPS – der wichtigste Unterschied

EPS verzeiht kleine Einstellfehler deutlich besser als XPS und Styrodur. Das bedeutet nicht dass die Einstellungen egal sind – aber der Spielraum ist größer. Wichtig: Einstellungen für EPS niemals auf XPS übertragen. XPS braucht langsamere Geschwindigkeit (350–400 mm/min) und reagiert empfindlicher auf lange Drahtlängen.

Häufige Fehler beim EPS-Schneiden

Auch bei EPS gibt es typische Fehler. Der häufigste: Temperatur zu hoch einstellen um schneller zu schneiden. Das Ergebnis ist ein zu großer Schnittspalt – Oberflächen werden rau. Zweiter häufiger Fehler: frische oder feuchte Blöcke direkt schneiden. Feuchte EPS-Blöcke haben ungleichmäßigen Schnittwiderstand – Maßabweichungen entstehen. Dritter Fehler: unnötig lange Drahtlänge wählen. Auch bei EPS produziert ein kurzer Draht bessere Ergebnisse als ein langer.

Saubere EPS-Schnittfläche nach korrekter Einstellung

Häufige Fragen


Wie schneide ich Styropor mit dem Heißdraht?

Schnittgeschwindigkeit auf ca. 450–500 mm/min einstellen, Probeschnitt machen, Schnittspalt beobachten und Temperatur anpassen bis ca. 2 mm Spalt erreicht sind. Drahtlänge so kurz wie möglich wählen.

Welche Geschwindigkeit ist für EPS richtig?

Für EPS und Styropor empfehlen wir ca. 450–500 mm/min als Ausgangspunkt. Bei höherem Raumgewicht Geschwindigkeit reduzieren. Immer praktisch am Material einstellen.

Was ist der Unterschied zwischen EPS und XPS beim Schneiden?

EPS verzeiht mehr als XPS und kann mit höherer Geschwindigkeit geschnitten werden. XPS braucht langsamere Geschwindigkeit (350–400 mm/min), kürzere Drahtlänge und genauere Temperatureinstellung.

Warum soll ich frische EPS-Blöcke trocknen lassen?

Frische EPS-Blöcke können innen feucht sein. Feuchte Bereiche haben anderen Schnittwiderstand – Maßabweichungen entstehen. Mindestens 48 Stunden trocknen lassen vor dem Schneiden.

Kann ich alle EPS-Sorten mit denselben Einstellungen schneiden?

Nein. Unterschiedliche Raumgewichte erfordern unterschiedliche Einstellungen. Immer einen Probeschnitt machen und die Temperatur anpassen bis der optimale Schnittspalt von 2 mm erreicht ist.

Einstieg in die EPS-Produktion


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